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Internationaler Naturistenlauf
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(organisiert von Franz Dirscherl - wie bereits 2011 bis 2018)
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Herzlich Willkommen beim Internationalen Naturistenlauf

Impressionen

 Das war die Veranstaltung 2018

Gerd und Franz hatten, mit Unterstützung des Platzwartes David, schon eine ganze Woche für die Veranstaltung aufgebaut.

Als die Gäste am Samstag anreisten, konnten sie auf der Waldstraße bereits die ersten Schilder „Internationaler Naturistenlauf“ entdecken und sich sicher sein „hier sind wir richtig“. Nadja, Heike und Peter teilten sich den Dienst in der Rezeption. Sie vermittelten jedem Gast auf dem Naturisten FamilienSport- und NaturCamp am Sonnensee willkommen zu sein. Es folgte ein kurzer Funkspruch und Jan Schlegel, der 1. Vorsitzende des BffL Hannover kam mit einem Elektrofahrzeug angefahren. Jan ließ es sich nicht nehmen, jeden Teilnehmer der Veranstaltung persönlich zu begrüßen und ihn dann in den für ihn geplanten Gästebereich zu begleiten. Meistens noch vor dem Aufstellen des Wohnmobils, des Wohnwagens oder Zeltes folgte die Begrüßung durch Franz Dirscherl, den Organisator der Veranstaltung. Viele der Teilnehmer kannten sich bereits und hatten einiges zu erzählen. So dauerte es meistens, bis man sich eingerichtet hatte. Da dies erfahrungsgemäß etwas Schweiß kostet, konnte man dann gleich die außergewöhnlich luxuriös ausgestatteten Duschen bewundern. Fußbodenheizung, mit Solarröhren erzeugtes Warmwasser, Licht das über Bewegungsmelder gesteuert wird und zudem noch Musik aus den Deckenlautsprechern, wo findet man das sonst? Zudem sollte man erwähnen, dass das Warmwasser nicht extra bezahlt werden musste.

Wer nun urlaubsbereit war, konnte die weitere Zeit dazu nutzen, die hervorragende Wasserqualität des Sonnensees zu testen, einen Geländespaziergang zu machen oder ganz einfach die Seele baumeln zu lassen. Der erste Tag stand ganz unter dem Zeichen „Ankommen“. 
   

Franz stellte bei seiner Planung morgens jeweils Fitness und Gesundheit in den Vordergrund.
Der erste Programmpunkt lautete Aufwärm-Gymnastik. Rudi durfte sich über mehr als 20 Aktive freuen. Selbstverständlich waren alle nackt, denn der Internationale Naturistenlauf und sein Begleitprogramm „warm up“ haben sich die Förderung des Naturismus auf die Fahnen geschrieben. Im Anschluss bildeten sich 2 Gruppen. Die Walker und Nordic Walker sammelten sich bei Berend, die Läufer bei Markus. Bei sonnigem Wetter ging es auf die ersten Trainingsrunden um den See. Wer daraufhin noch immer nicht genug hatte, dem boten sich Qi Gong unter der Leitung von Bärbel oder Yoga mit Julian, als gesundheitsfördernde Programmpunkte an.

Natürlich sind auf dem Gelände Spielplätze, Hüpfburg und vieles mehr vorhanden. Ein besonderes Highlight war jedoch für viele Kinder die alltägliche Bastelmöglichkeit bei Harald. So mancher Klein-Wohnanhänger aus Holz wurde mit viel Geschick gefertigt.

Am Nachmittag lud Maik sowohl Gäste wie Vereinsmitglieder zum Volleyball-Training ein. Es war Maik ein besonderes Anliegen, Neueinsteigern eine „Schnuppermöglichkeit“ zu eröffnen.
Um 13:30 Uhr trafen sich ca. 60 Adams und Evas. Die Nacktwanderung zur Geländeorientierung führte natürlich um den See. Aufschlussreich waren die Kommentare von Jan, dem 1. Vorsitzenden des BffL Hannover. Geschichtliche, wie aktuelle Hintergründe zum Gelände durften die Teilnehmer erfahren.
Anschließend war Spaß angesagt. Beim Luftmatratzenrennen auf der 2x50 Meterstrecke konnten sich allerdings die „warm up“-Vertreter nicht gegen den Lokalmatadoren Frank, dem 2. Vorsitzenden des BffL Hannover, behaupten.

Am Abend traf sich alle auf der Sonnensee-Terrasse. Nach der offiziellen Begrüßung durch Jan, stellte Franz das Programm und die für die einzelnen Punkte verantwortlichen Personen vor.
Leider schien die Gastronomie durch den großen Ansturm der vielen Gäste überfordert. Birgit, Christa, Jan und einige Vereinsmitglieder sprangen jedoch als Retter in der Not ein und am Ende war es für alle ein gelungener Auftakt.

 

Ein weiterer sonniger Tag stand bevor.
Die morgendlichen Aktivitäten hatten sich inzwischen herum gesprochen. So konnten die Programm-Verantwortlichen sogar noch mehr Teilnehmer als am Vortag begrüßen.

Am Nachmittag setzte Maik sein Volleyball-Training fort. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass sich  erfreulicher Weise auch Beate (Ü60) ans Netz wagte.
Markus, der aus gutem Grund in der Szene „Mister Geochaching“ genannt wird, hatte für sein Angebot in den letzten Tagen schon die Vorarbeiten geleistet und das Gelände präpariert. Seine Teilnehmer gingen auf moderne Schatzsuche und durften natürlich fündig werden.
Wer sich mehr künstlerisch betätigen wollte, konnte dies unter Anleitung von Heidrun tun. Bei ihr war Bodypainting angesagt. So einige lebende Kunstwerke kamen anschließend die Wege entlang.
Ab 15:00 Uhr gab es die Möglichkeit beim Camperflohmarkt Waren anzubieten oder auch das Eine oder Andere günstig zu erwerben. Obendrein konnte man natürlich beim Suchen ins Gespräch kommen.

Begegnungen brauchen nicht unbedingt ein Programm und so traf man sich am Abend in kleinen, spontan organisierten Runden, zum Plaudern.

 

War man in den vorangegangenen Tagen noch von der großen Teilnehmerzahl am Vormittag überrascht, so wurde dieser Umstand inzwischen schon angenehme Normalität.
Rudi fand mit seiner Gymnastik ebenso große Resonanz, wie Berend und Markus für ihr Lauftraining oder Bärbel für ihr Qi Gong-Angebot. Julians Yogastunde machte an diesem Tag allerdings Pause.

Er wurde nämlich für die Vorbereitungen des von Maik geleiteten Volleyball-Turniers gebraucht. Die Gruppe der Volleyballer war leider überschaubar, aber trotzdem machte es den Spielern und Zuschauern großen Spaß. Zudem zeigten die Volleyballer, dass diese Sportart sehr wohl nackt durchführbar ist.
Eine kulturinteressierte Gruppe fand sich gleich nach Mittag mit Uli an der Schranke ein. Von hier aus ging es zu Fuß und dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum Hannovers. Entlang des „roten Fadens“ erkundeten die 25 Teilnehmer/innen die Stadt.
In der Zwischenzeit gab es für die auf dem Gelände verbleibenden Gäste und Vereinsmitglieder die Möglichkeit bei „Die Erzählerin lädt ein“ sich von Karin fesseln zu lassen.
Gleich im Anschluss bot Eckhard „Kreatives Tanzen“ an. Für so manchen war dies eine gute Möglichkeit, tanzend die Sinne zu wecken. Entspannung war sowieso garantiert.

Den krönenden Abschluss des Tages stellte das Candlelight-Konzert mit klassischer Gitarre dar. Hartmut verzauberte im Kerzenschein, bei eintretender Dämmerung, die 75 Zuhörer. Wer keinen Platz mehr im Zelt ergattern konnte, musste der Musik auf den Reservebänken im Freien lauschen.

 

Dieser Tag bzw. der Morgen war wieder wie gewohnt durch Fitness und Gesundheit geprägt.
Rudi, Bärbel und Julian variierten ihre Übungen, während Berend und Markus durch die Wahl von alternativen Strecken für Abwechslung sorgten. Die Walker und Nordic Walker irritierten gleich einmal das Personal in der Rezeption, als sie das Gelände in schnellem Schritt verlassen hatten. Die werden doch nicht nackt nach Misburg walken? Das war der erste Gedanke von Nadja, die dann erleichtert feststellte, nach der ersten Kurve hatte die Gruppe gewendet und kam zurück zum Sonnensee.

Am Nachmittag stand Jürgen mit seiner Mannschaft bereit, um das Deutsche Sportabzeichen abzunehmen. Die Disziplinen stellten für so manchen eine größere Herausforderung dar, als gedacht. Andere hingegen waren gut vorbereitet und versuchten ihre Bestmarken zu überbieten.
Etwas gemütlicher, gestaltete sich die Fahrradtour mit Uli und Detlev. Es ging in die Randgebiete Hannovers und in einen Biergarten. Ein Sportabzeichen gab es hierfür natürlich nicht, aber bei der Hitze war ein kühles Getränk auch erstrebenswert.
Wer sich gar nicht erst anstrengen und dennoch Gemütlichkeit und Genuss erleben wollte, der kam zum Wiesenfest. Thorsten (Keyboard), Hartmut (Gitarre) und Olaf (Bass) übten bereits am Morgen einige Stücke ein, welche sie dann am Nachmittag zur Unterhaltung der Gäste spielten. Das ganze fand auf der Wiese der Drosselgasse zwischen den Mietobjekten statt. Tisch und Stuhl oder auch Decken oder Teppiche als Liegeflächen breiteten sich immer mehr aus. Für die Verköstigung brachte jeder selbst etwas mit. Der Ort erwies sich als gute Wahl, konnte hier doch gleich Sieglinde, die INF-Präsidentin bei ihrer Anreise in eines der Häuschen begrüßt werden. Auch Ingrid, die Frau des Organisators traf ein und wurde sogar mit einem Blumenstrauß von dem kleinen Niklas empfangen. Musik, Geselligkeit und schöne Gespräche ließen die Zeit vergessen und viel zu schnell war das Ende des Wiesenfestes gekommen.

Der heutige Abend gehörte einmal mehr den lange ersehnten Begegnungen, den kleinen Treffen vor den Wohnwägen oder Zelten. Das laue Wetter lud hierfür förmlich ein.

 

Der Tag begann wie schon die voran gegangenen Tage sonnig und ebenso war auch die Stimmung unter den Gästen. Diese Aussage beschreibt es nur zum Teil, denn die positive Ausstrahlung galt nicht nur für die Gäste, sie traf auch auf die Mitglieder des BffL Hannover zu. Inzwischen gab es keine Trennlinien mehr. Alle nahmen an den Programm-Angeboten teil, alle bildeten eine Einheit. Auch der Austausch untereinander konnte besser nicht sein. So manche Einladung in den heimischen Garten war Zeichen der inzwischen entstandenen Freundschaften.

So verwunderte es nicht, dass sich die Zahl der Teilnehmer, bei der morgendlichen Förderung der Fitness und Gesundheit, permanent auf einem hohen Niveau bewegte.

Am Nachmittag warteten Jürgen und seine Kollegen an den Sporteinrichtungen, um die noch ausstehenden Disziplinen für das Deutsche Sportabzeichen abzunehmen.
Berend konnte daran nicht teilnehmen. Er musste zum Flughafen, um einen eigens aus Rom angereisten Naturisten abzuholen. Ja, manche Freunde des Internationalen Naturistenlaufes nahmen wieder einmal große Entfernungen auf sich.
Wer sich am Dienstag von Karin ins Märchenschloss verführen hatte lassen, konnte dies heute noch einmal wiederholen.
Auch Eckhard bot das „Kreative Tanzen“ noch einmal an.
Kreativität konnte man aber auch bei Heidrun erleben, und zwar beim „Intuitiven Malen“.

Am Abend wurden die Lautsprecher, Lichtanlagen und weitere technische Ausrüstungen in Richtung Zelt bewegt. Auch Kühlschrank und Getränke machten sich auf die Reise. Um 20:00 Uhr starteten Thorsten und Detlev die 70/80er-Party mit dem Motto „Nackt ist chick“. Es handelte sich also um eine Nacktparty, wohl die erste Nacktparty bei einer solchen Veranstaltung. Ob das angenommen wird? Diese Frage wurde Franz, dem Organisator der Gesamtveranstaltung, mehrmals gestellt und so war er auf den Verlauf des Abends sehr gespannt. Den Ausschank übernahm ganz professionell, die aus Bayern kommende und als Bedienung erfahrene Gerdi. Bei der Party trug sie nicht etwa ein Dirndl, sondern war hinter dem Tresen ganz passend ebenfalls nackt. Allmählich füllte sich das Zelt und erste Tänzer wagten sich auf die freie Fläche. Schließlich wurden es immer mehr Gäste. Die Tanzfläche konnte kaum noch durchschritten werden und die Stimmung war auf dem Siedepunkt. Jung, alt, Gäste und BffL-Mitglieder, alle tanzten, tanzten nackt und ausgelassen. Dachte man das Zelt wäre schon brechend voll, kamen immer neue Partygäste hinzu. Der Versuch war also nicht nur gelungen, sondern die Nacktparty wurde zu einem großen Erfolg, vielleicht sogar zu einem Höhepunkt des Begleitprogramms „warm up“.

Den letzten Tag vor dem Wettkampf gestaltete natürlich jeder individuell. Einige nahmen nochmals das gesamte Fitnessprogramm in Anspruch, andere wollten es ein wenig gemächlicher angehen. Auch beim Lauftraining war das nicht anders. Die Mehrzahl drehte eine langsame Runde auf der bereits ausgeschilderten Wettkampfstrecke. Aber es gab auch die, die nochmals so richtig Gas geben mussten, um mit sich und ihrer Vorbereitung zufrieden zu sein.

Am Nachmittag war es dann soweit, man konnte den Wettkampf nun bereits spüren, als sich mehr als 40 Helfer bei Franz zur letzten Besprechung trafen. Die Streckenposten, die Betreuer der Wasserstände, das Sicherheitspersonal, das Moderatorenteam, die Zeitnehmer und alle die einen Dienst übernommen hatten, alle waren sie gekommen, um sich die letzten Instruktionen und auch entsprechendes Material abzuholen.
Zeitgleich bot Thomas einen Programm-Punkt für die Feinschmecker des Laufens an, eine Unterweisung im Barfußlaufen. Barfußläufern, wie klassische Schuhläufer lauschten interessiert und brachten eigene Erfahrungen ein. Alle waren sich im Anschluss einig, das war wirklich informativ und so mancher kündigte sogar an, seinen Laufstil zu ändern.
Um 16:00 Uhr war dann die Sonnensee-Terrasse und der Sonnensee-Strand Austragungsort. Wer bequem und trocken vor seinem kühlen Getränk sitzen wollte, konnte unbeschwert denen zusehen, die sich beim Stand-up-Paddling um Gleichgewicht mühten. Musik gab es von Thorsten für alle, eine kühle Abfrischung im See jedoch nur für die, die ins Wasser fielen und für Jan, der die Versuche unserer Kandidaten vom Wasser aus begleitete.

Als Tagesausklang stand dann noch Linedance unter der Leitung von Carsten, zur Musik „ Cry of the Celts“ auf dem Programm.

 

Bereits um 09:00 Uhr begannen die Aktivitäten. Ingrid und Cordula vergaben an der Landzunge die Start-Nummern, die anschließend durch  Felix und Christina mit farbigen Eddings auf Arme und Brust aufgetragen wurden.
Im Hintergrund stellten inzwischen fleißige Helfer den Start-Ziel-Bogen auf und erledigten auch noch die sonstigen Arbeiten im Zielbereich. Franz hatte sich während dessen in sein als Büro umfunktioniertes Wohnmobil zurückgezogen, um die Logistik zu aktualisieren.
161 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren nun für den Internationalen Naturistenlauf angemeldet.
Nachdem die endgültigen Listen ausgedruckt und an die entsprechenden Personen ausgegeben waren, blieb nicht mehr viel Zeit. Auf der Landzunge hörte man bereits Musik. Die Menschenmasse wurde größer und gleichzeitig stieg die Stimmung.

Als dann der Moderator Rico das Mikrophon in die Hand nahm, war es soweit. Nach kurzer Einführung übergab er an Jan Schlegel, der für den Veranstalter BffL Hannover die Aktiven, aber auch die Zuschauer recht herzlich begrüßte, die Schirmherrin Sieglind Ivo, die Präsidentin der INF, wünschte einen guten Verlauf des Int. Naturistenlaufes und abschließend gab Franz Dirscherl, der Organisator der Veranstaltung, noch einige Details bekannt.

Die Spannung stieg von Minute zu Minute. Als erstes stellten sich die Läuferinnen und Läufer des Nachwuchslaufes I auf. Für viele von ihnen wären die 500 Meter noch gar nicht machbar, würde nicht der hilfreiche Finger sie die Strecke entlang führen. Selbstverständlich galt aber auch für den Begleiter das Nacktgebot. Als die ersten Läufer sich dem Ziel näherten, wurde es laut. Schnellstes Mädchen wurde Neele, schnellster Junge Maximilian. Nicht nur die Kleinen waren ganz schön außer Atem.

Die 500 Meter-Zeiten beim Nachwuchslauf II würden nun wohl in anderen Dimensionen liegen. Gleich nach dem Startzeichen ging es ganz schön zur Sache. Nach der Umrundung des Vereinsheimes tauchte Julia gefolgt von Lauin-Simon auf. Beide wurden ihrer Favoritenrolle bis ins Ziel gerecht. Aber auch alle anderen durften sich über gute Zeiten freuen.

Dann war es soweit, der Start für die 5000 Meter-Disziplinen wurde vorbereitet. Über 100 Starter waren für diese Distanz gemeldet. Läufer, Walker und Nordic Walker formierten sich hinter der Startlinie. Die Zeitnehmer gaben grünes Licht für den Countdown. Die Zuschauer zählten lautstark mit: 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, Start. Ein riesiges Feld setzte sich in Bewegung. Jeder und jede versuchte sich gut zu positionieren. Das erste Stück führte durch den schattigen Teil um den See. Auf der gegenüberliegenden Seite, erste Zuschauergruppen auf Stühlen und Bänken, mit Musik aus Lautsprechern und vor allem mit viel Applaus. Die lange Gerade entlang des Sees wäre beim Spazierengehen eine Augenweide, mit einem faszinierenden Ausblick auf  See und Landschaft. Nun wurde sie allerdings zur Herausforderung, dem Feld folgen zu können. Bei Temperaturen von ca. 30 Grad war der erste Wasserstand im Bereich Hohe Lage für viele willkommen, um Flüssigkeit aufzunehmen oder sich das Nass auch nur über den Kopf zu kippen. Die weitere Strecke führte durch bewohntes Areal und hier wurde wieder mächtig angefeuert. Nach einem kurzen Stück Schatten ging es in den Bereich Wollgrasfeld. Auf Stehtischen hatten Anwohner kleine Wassermelonenstücke für die Läufer vorbereitet und obendrein für gute Stimmung gesorgt. Gerade mal 1,5 km waren erst zurückgelegt, als es wieder am See entlang ging. Beim Bereich Seegrund endlich der nächste Wasserstand, aber auch eine kurze Ansteigung. Vor dem Wohnwagen von Bianka, Karsten und Niklas war mächtig was los. Fahnen, Fanfaren und sonstige lärmende Instrumente beflügelten die Läufer. Auf dem Gästeplatz Sommerwiese verfolgten einige das Ereignis gemütlich aus ihren Campingstühlen. 2 km waren es nun schon. Nach der Abbiegung im Bereich Heidegang konnte man den See schon sehen. Jetzt noch die lange Gerade bis in den Start/Ziel-Bereich. Hier war echt was los und das beflügelt natürlich jeden Aktiven. Schließlich ging es auf die zweite Runde. Streckenmäßig war es sicherlich eine Wiederholung der letzten 2,5 Kilometer, jedoch bei den Temperaturen war die Anstrengung für alle Teilnehmer nun noch größer. Während die Walker und Nordic Walker noch auf der gegenüberliegenden Seite des Sees waren, wurde es auf der Landzunge schon spannend. Julian, der Gewinner des letzten Jahres kam als Erster auf die Gerade und ins Ziel. Abgeschlagen hinter ihm einige bekannte und bereits erfolgreiche Namen der vergangenen Jahre. Dann gab es Applaus für Karin, die schnellste Läuferin. Mit einem größeren Zeitversatz tauchte Rolf als erster Walker auf, dann folgten die Nordic Walker Ulli und Helmuth, die gemeinsam die Ziellinie überschritten. Anschließend kamen die Nordic Walkerin Andrea und die Walkerin Tanja ins Ziel. Somit waren die Trophäen vergeben, aber auch das weitere Feld kämpfte bis zum Schluss um gute Platzierungen.

Nachdem alle 5000-er angekommen waren, bereiteten sich ca. 40 Läufer und Läuferinnen auf die Königsdisziplin, den 10000 Meter-Lauf vor. Nach dem Startzeichen entfernten sich die Sportler in Richtung Vereinsheim. Hier bogen sie rechts ab zur Außenstrecke. Auf der langen Geraden, vorbei an der Jugendhütte verlief die Route im Schatten. Der erste Wasserstand wurde erreicht und etwas später wurde in den Bereich Hohes Moor abgebogen. Den Wendepunkt passiert, ging es die lange Gerade zurück. Am Vereinsheim trafen die Läuferinnen und Läufer auf die Innenstrecke. Wie schon bei den 5000-er begleiteten lautstarke Zuschauer die Sportler. Das erste Mal wieder im Start/Ziel-Bereich angekommen, waren fünf Kilometer absolviert. Die Zuschauer wurden von Rico, dem Moderator, über die Läuferinnen und Läufer informiert. Immerhin waren einige interessante Teilnehmer an den Start gegangen, z.B. Christina alias Miss Ironman, oder die Barfussläufer Thomas und Heinrich. Endlich war es soweit, zwei Läufer nähern sich der Zielgeraden. Bernd und Thomas hatten sich gegenseitig in gute Ausgangslagen gebracht, dann aber beschlossen gemeinsam über die Ziellinie zu laufen. Mit großem Abstand folgten Daniel, Maik und der Österreicher Andreas. Als schnellste Läuferin auch in dieser Disziplin, durfte Karin gefeiert werden. Sie hatte zuvor bereits die 5000 Meter für sich entschieden und war somit Doppel-Gewinnerin. Mit viel Applaus wurde jeder weitere Teilnehmer im Ziel begrüßt. Abgeschlagen und dennoch lautstark empfangen, kam der 76-jährige Hans abgekämpft im Ziel an.

Der Lauf war nun vorbei und die Auswertung stand bevor. Pünktlich um 20:00 Uhr konnten Franz und Ingrid die Ergebnislisten und Urkunden zum Vereinsheim bringen, wo die Sonnensee-Terrasse schon bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Als erstes gab es für unsere Nachwuchs-Läuferinnen und Läufer jeweils eine Urkunde und einen Pokal. Strahlende Augen der jungen Athleten, aber auch der stolzen Eltern begleiteten diesen Akt der Ehrung.
Dann spielte Detlev etwas Musik, ehe ein paar Allgemeine Worte zur vergangenen Woche gesprochen wurden.
Bei der Ehrung der Erwachsenen wurden die jeweils schnellste Frau und der jeweils schnellste Mann der entsprechenden Disziplin gebeten nach vorne zu kommen und mit einer Urkunde und einer Glastrophäe gewürdigt. Die weiteren Athleten wurden alphabetisch aufgerufen.

Nach den umfangreichen Ehrungen, bedankte sich Franz Dirscherl bei allen, die für den Erfolg des Internationalen Naturistenlaufes und seines Begleitprogramms „warm up“ mitverantwortlich waren. Franz erwähnte vor allem den Veranstalter BffL Hannover und sein Vorstandsteam, die Kooperationspartner, alle Helfer vor Ort und natürlich die Anbieter der abwechslungsreichen Programm-Punkte. Diesem Dank schloss sich Jan Schlegel an und überreichte an alle Programm-Punkt-Verantwortliche Aufenthaltsgutscheine für das Sonnensee-Gelände.

Zu guter Letzt überraschten die Teilnehmer Franz. Sie wollten ihm ihren besonderen Dank aussprechen. In ihren Augen hatte Franz durch die unermüdliche Organisation dieser Veranstaltung, vielen Menschen die Teilnahme an einer wundervollen naturistischen Woche, sowie wertvolle Begegnungen ermöglicht. Deshalb war es den Teilnehmern ein Anliegen, sich mit einem Pokal zu bedanken. Diese Auszeichnung trägt die Aufschrift „Franz Dirscherl – Held des Naturismus“.

Der restliche Abend diente dann dem Ausklang dieser unvergessenen Woche am Sonnensee in Hannover.

 

Am Ende der Veranstaltung freute sich Franz, die Startgelder in Höhe von 1250,- EUR in Form eines symbolischen Checks an Jan zu übergeben. Der Erlös des Laufes war als zweckgebundene Spende für die Jugendarbeit des BffL Hannover vorgesehen.

Aber es gab noch einen weiteren Gewinner. Durch die Veranstaltung konnte unsere Bewegung gestärkt und der Naturismus gefördert werden. 

Fitness und Gesundheit am Morgen, Sport, Spiel, Spaß und Kultur am Nachmittag, sowie Geselligkeit und Ausklang am Abend, das waren die Haupt-Themen der Veranstaltungswoche am Sonnensee in Hannover.
Mit der Gestaltung des Begleitprogramms „warm up“ und natürlich mit dem Internationalen Naturistenlauf am Sonnensee in Hannover, hatte sich Franz ein großes Ziel vorgenommen, Menschen zusammen zu bringen und ihnen Freude zu bereiten.
Ein Vereinsmitglied beschrieb seine Eindrücke so „Die Läufer haben die Sonne mitgebracht“. Das war seine Formulierung für das, was bereits die ganze Veranstaltungswoche von allen zu spüren war. Gäste und Vereinsmitglieder fühlten sich wohl und wurden zu einer Einheit.
Eine hervorragende Ergänzung bildeten auch Jan Schlegel (Veranstalter - Bild rechts) und Franz Dirscherl (Organisator - Bild links), deren harmonische und gute Zusammenarbeit für alle sichtbar war. Ihre Arbeit bildete das Fundament für das Geliingen und den Erfolg dieser Veranstaltung.

Jan  und Franz, hatten eine wunderbare Woche erlebt, tollen Teilnehmern begegnen dürfen und sehr viele positive Rückmeldungen erhalten. Beide hoffen das alle Teilnehmer die Veranstaltung in guter Erinnerung behalten.

 

 

 

 

05. Februar 2018

Um einen bewegten Eindruck vom Int. Naturistenlauf zu bekommen gibt es auf YouTube nun einen kleinen Film zum Lauf.
Natürlich wurde bei der Erstellung wie immer auf die Persönlichkeitsrechte geachtet.

Durch einen Klick auf das Bild kommst Du zum Film